Dominik Zeltner
Ich sage, was gesagt werden muss

Webseite vorlesen lassen

Das Gesicht zur Stimme. So sieht's aus.

Habe ich soeben Ihr persönliches Bild von mir kaputt gemacht? Sie dachten ich sei klein und dick oder jung und sportlich? Das tut mir leid. Wirklich! Optisch kann ich mich nicht gross verwandeln, mit der Stimme klappt das jedoch um einiges besser.

Meine Freude daran habe ich spätestens Mitte der Neunziger bemerkt. Als das mit dem Stimmbruch angefangen hat, und mich Gesprächspartner am anderen Ende der Telefonleitung für meinen Vater hielten.

Mit meiner Stimme dem Empfänger ein ganz persönliches Bild, eine Illusion, ein ganz eigenes Gefühl geben zu können, und den Text in gewünschter Wirkung zum Leben zu erwecken - dies ist der Reiz meiner Arbeit.

Ich finde, als «guter Sprecher» muss man erst mal ein «guter Zuhörer» sein. Es gehört mehr dazu als eine «angenehme Stimme». Diese mag angeboren, angelernt oder krampfhaft versucht herbeigewürgt sein. Daneben oder eben dazu oder gar davor steht der Sinn für Rhythmus, das Gespür für Bilder und auch das Gefühl der eigenen Sprache. Und noch einiges mehr. Aber das lassen Sie ruhig meine Sorge sein - ich weiss, wovon ich rede.

Seit 2003 bin ich selbstständig als Sprecher. Ich geniesse mein Sprecher-Leben, bin äusserst dankbar dafür, dass ich die für mich freudigste Arbeit professionell ausüben darf. Kurz gesagt: Ich finde, ich hab den coolsten Job der Welt.

Privat lebe ich mit meiner Frau und unseren beiden Töchtern im Grünen, fern vom Trubel. Diesen Ausgleich geniesse ich sehr.

Als ich anfing mit der profesionellen Sprecherei, wollte ich mir alles selbst beibringen. Ich war einer der glaubte, es «alleine» schaffen zu können und dies auch allen beweisen zu müssen.

Naja, so n bisschen ging das auch gut, jedoch hat sich mir 2014 eine neue Welt eröffnet, nachdem ich mich selbst gegenüber der Welt geöffnet hatte.

Nachdem ich bereits seit zehn Jahren als Sprecher lebte, flog ich nach Hamburg zum Synchronsprecher-Seminar, fragte einen Sprecherfreund nach persönlichem Coaching, fing an in regelmässigen Abständen zu meiner Logopädin zu gehen (wofür man sich im übrigen nicht schämen braucht! Andere haben nen Anwalt- ich ne Logopädin.), tausche mich seither öfter mit Sprecherkollegen aus und trat wieder der VPS bei, was ich übrigens jedem Sprecher, egal ob erst gestartet oder bereits Jahre im Business, wärmstens empfehle.

Stimme ist mein Ding. Sprachversiert bin ich in mundart und deutsch. Fremdsprachen liegen mir nicht so. Jedoch mag ich den mir fremden Klang und die Melodien und baue diese auch gerne in die Sprechrollen als Akzent-Färbung mit ein. Sollten Sie jedoch auf der Suche nach einer Stimme in französischer, chinesischer oder gar einer der über siebenhundert papua-neuguineanischer Sprache sein, kann ich nicht helfen.

Und sonst so? Naja, ich mag farbige Socken (Grösse 43), trinke gerne ungekapselten Espresso, stehe gerne vor meinem grossen Grill-Smoker, mag Columbo und Eishockey gucken, Hunde streicheln, Rehe entdecken, schlafen und träumen, mag Menschen die ihr Ding machen und ehm, tja, mag mein Leben als Glückskind einfach sehr gerne und bin dankbar dafür. Denn, wie bereits geschrieben: Nebst der liebsten Frau und den goldigsten Königstöchtern habe ich eben auch den coolsten Job der Welt.